Linux Mint 19 “Tara” Xfce – Keine “Freigabe der Arbeitsfläche” vorhanden

Beim ersten Rumspielen mit Linux Mint 19 “Tara” in der Xfce-Ausgabe vermisste ich schnell die Möglichkeit, den Desktop (aka die Arbeitsfläche) freigeben zu können.

Nach einem Blick in die “Anwendungsverwaltung” kam die Erkenntnis das mindestens der (gewohnte) Vino fehlt, also diesen fix nachinstalliert:

Die nächste “Ernüchterung” lies nicht lange auf sich warten, denn die Einstellungesmöglichkeit sowohl grafisch wie auch mittels Terminal (“vino-preferences”) fehlt komplett. So bleibt nur der Umweg über “dconf-editor” und etwas mehr Handarbeit:

  • “dconf-editor” (nach)installieren und starten.
  • Zu “org / gnome / desktop / remote-access” wechseln und die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Um ein VNC-Passwort verwenden zu können muss man “authentication-methods” auf “[‘vnc’]” setzen und das Kennwort Base64-verschlüsselt unter “vnc-password” hinterlegen. Letzteres kann im Terminal mit

echo "vnc-passwort" | base64

verschlüsselt und via copy & paste eingefügt werden.

Troubleshooting:

Das nächste “Ding” war dann der Umstand, das kein Bild mehr übertragen/aktualisiert wird, sobald der Desktop z.B. durch den Bildschirmschoner gesperrt wird. Entweder es bleibt die letzte Anzeige stehen oder die Anzeige wird schwarz.

Als Schnellschuss kann man das automatische Sperren des Bildschirms bei der Aktivierung des Bildschirmschoners deaktivieren:

Eine wirkliche Lösung ist das freilich nicht. Das Ganze scheint ein bekanntes Problem in der Kombi LightDM, Light-Locker und VNC (unabhängig von Vino) zu sein.

Abhilfe soll schaffen, Light-Locker zu deaktivieren und z.B. durch Xscreensaver zu ersetzen.

Quelle:

Ask Xmodulo – How to enable and configure desktop sharing on Linux Mint Cinnamon desktop

ask ubuntu – Issues using x11vnc when xfce’s lock screen is active

Update 01.07.2018 – 21:03

Mit x11vnc das Gleiche wie mit Vino. Mit “Gnome-screensaver” scheint das Ganze aber, rein optisch, schöner zu klappen als mit “Xscreensaver”.

1 Kommentar

  1. harrygrey

    Die Weiterentwicklung Mint20.2 ist eine noch größere Krux. Da funktioniert die Freigabe der Arbeitsfläche gar nicht mehr (uns so vieles andere auch nicht). Man sollte mit der Installation so lange warten, bis diese Bugs beseitigt sind. Leider war mir das nicht möglich, da mein INTEL-Nuc neuester Bauart nur ab MINT 20.04 läuft und ich darauf angewiesen bin. Mit Emmabuntus (Debian) alles bestens.
    Also bleibe ich dabei.

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